Katalog_2024_2025_DE_UVP

239 CEMO 2024/2025 | Transport- und Lagerbehälter LADUNGSSICHERUNG Bedeutung für die CEMO-Produkte Für in Umlauf bzw. in den Verkehr gebrachte CEMO-Produkte, werden die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen ein- gehalten. Bereits bei der Konstruktion und der anschließenden Fertigung wird darauf geachtet, dass die Produkte mit geeigneten Einrichtungen zur Ladungssicherung (z. B. Transportverpackungen, Zurrpunkte, ausreichend dimensionierte Krafteinleitungsflächen etc.) ausgerüstet sind. Damit werden Risiken durch herabfallende oder herausgeschleuderte Gegenstände, Risiken durch Oberflächen, scharfe Ecken und Kanten sowie Risiken durch Verlust der Standsicherheit (z. B. durch geringe Aufstandsflächen) vermieden. Damit können, sofern die gesetzlichen Bestimmungen zur Ladungssicherung eingehalten werden, unkontrollierte Lageveränderung beim Transport und weitere generelle Sicherheitsrisiken in Hinsicht auf die Beförderung ausgeschlossen werden. 1.1. Antirutschmatte (Reibschluss) Antirutschmatten sind heute nahezu Standard als Ladungssicherungsmaßnahme. Die Reibkräfte wirken einem Verrutschen der Last entgegen und unterstützten alle Ladungssicherungsmaßnahmen. Der Gleitreibwert μ ist immer kleiner als 1. Beispiel: Der Gleitreibwert zwischen Metall und nassem Holz liegt in der Regel bei 0,2-0,25 μ. In der Anwendung einer Antirutschmatte erhöht sich der Reibwert auf 0,6 μ. Das entspricht einer Ladungssicherung von 60% nur durch Reibung! Dies hat zur Folge, dass die Anzahl der verwendeten Zurrgurte evtl. reduziert werden kann. Wir empfehlen, zur Erhöhung des Reibwertes bei der Verladung von CEMOFässern die Auflagekufen auf jeder Seite mit Antirutschmatten zu unterlegen. Beim Unterlegen mehrerer Mattenstücke ist die Anordnung so zu wählen, dass keine Teile der Auflagekufen mit der Fahrzeugladefläche Kontakt haben. 1.2. Zurrgurte (Kraftschluss durch Niederzurren) Zurrgurte, -seile und -ketten müssen entsprechend den Angaben des Herstellers benutzt und ggf. auch ausgesondert werden. Bei Zurrgurten darf die zulässige Zugkraft des Gurtmaterials nicht mit der Vorspannkraft der Ratsche beim Niederzurren verwechselt werden. Die notwendigen Angaben über Zugkraft, Handkraft und Spannkraft sind auf dem Etikett des Zurrmittels zu finden. 1. Ladungssicherung bei CEMO-Fässern Zur Ergänzung der Befestigungsmethode nach 1.1. und 1.3. ist das CEMO Fass zusätzlich mit min. 2 Zurrgurten zu überspannen und an beiden Seiten an den Zurrpunkten der Fahrzeugladefläche zu befestigen. Grundsätzlich richtet sich die Anzahl der Zurrgurte nach dem Massegewicht des Ladegutes und den angewendeten Maßnahmen nach 1.1 und 1.3. 1.3. Halter für Spannkette (Kraftschluss durch Direktzurrung) CEMO Auflagekufen sind serienmäßig mit Halter für Spannketten mit einer Zugkraft von max. 2000 daN ausgestattet, bzw. können nachgerüstet werden. Beim Einsatz von Spannketten kann die Anzahl der Zurrgurte reduziert werden (siehe 1.2). 1.4. Anschlagflächen (Formschluss) Wenn möglich sind zur Ladungssicherung auch Anschlagflächen mit zu verwenden. Die vordere Laderaumbegrenzung (Stirnwand) kann unter Berücksichtigung von deren Festigkeit und des fahrzeugspezifischen Lastverteilungsplans neben zusätzlich montierten Blockiervorrichtungen Verwendung finden. 1.5 VDI-Richtlinien Folgende Richtlinien zur Ladungssicherung sind zu beachten: • VDI 2700 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen • VDI 2700a Ausbildungsnachweis Ladungssicherung • VDI 2700 Blatt 1 Ausbildung und Ausbildungsinhalte • VDI 2700 Blatt 2 Zurrkräfte • VDI 2700 Blatt 3.1 Gebrauchsanleitung Zurrmittel • VDI 2700 Blatt 3.2 Einrichtung und Hilfsmittel zur Ladungssicherung • VDI 2700 Blatt 4 Lastverteilungsplan Die Richtlinie VDI 2700 Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen ist das Standardwerk, das die Prinzipien und bewährten Methoden zur Ladungssicherung aufzeigt. Ladungssicherung mit Antirutschmatte und Zurrgurten (Niederzurren) am Beispiel eines Mobilen Bewässerungssystems 2.000 Liter

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