AS-KAT_2025-26_KAYSER Systems

i/12 Kopfschutz DGUV-Regel 12-193 Vorschriften zur Benutzung von Kopfschutz DIN EN 397 Industrieschutzhelme DIN EN 812 Industrie-Anstoßkappen DIN EN 50365 Elektrische Isolierung, Helme für Arbeiten an Niederspannungsanlagen DIN EN 14052 Hochleistungs-Industriehelme Anforderungen an die Schutzfunktion des Helms laut DIN EN 397: •· Stoßdämpfung (durch elastische und plastische Verformung) •· Durchdringungswiderstand (gegen spitze und scharfe Gegenstände) •· Flammbeständigkeit •· Durchgangswiderstand •· Gewährleistung eines optimalen Sitzes •· Schutz bei sehr niedriger Temperatur (-20 C°/-30 C°) •· Schutz bei sehr hoher Temperatur (150 C°) •· elektrische Isolierung (440 Vac) •· Gestaltfestigkeit bei seitlicher Beanspruchung •· Schutz gegen Spritzer von geschmolzenem Metall Kennzeichnungspflicht nach DIN EN 397 (Schutzhelme) bzw. DIN EN 812 (Anstoßkappen): •· Name, Zeichen des Herstellers •· Nummer der europäischen Norm. Bei Erfüllen der Kategorie III zusätzlich die Nummer des Prüfinstituts. •· Jahr und Monat der Herstellung •· Helmtyp •· Größe und Größenbereich (Kopfumfang in cm) •· Kurzzeichen des Helmmaterials Industrieschutzhelme mit folgenden Zusatzanforderungen unterliegen der Produktionsüberwachung: •· Elektrische Isolierung (bis 440 V Wechselspannung) •· Schutz gegen Spritzer von geschmolzenem Metall •· Schutz bei sehr hohen Temperaturen Typische Helmschalenmaterialien: Thermoplaste Duroplaste HDPE ABS PF-SF UP-GF Gewicht leicht leicht schwer schwer Alterungsbeständigkeit gut gut sehr gut sehr gut UV-Beständigkeit befriedigend befriedigend sehr gut sehr gut Schmelzpunkt 150 °C 180 °C >1000°C >1000°C Formbeständigkeit bei Wärme bis ca. +70°C ca. +90°C ca. +500°C ca. +200°C Bruchfestigkeit bei Kälte bis -40°C -30°C Feuchtigkeitsaufnahme Keine <0,2% <0,3% <0,3% Chemische Beständigkeit sehr gut (ausgen. Öle und Fette) befriedigend (ausgen. Säuren) gut gut Gebrauchsdauer¹ Empfehlung max. 4 Jahre Empfehlung max. 8 Jahre Gebrauchsdauer: Die Haltbarkeit, insbesondere die der Helmschalen, hängt von mehreren Einflussfaktoren ab. Unter anderem sind hier Witterungseinflüsse, UVBestrahlung und Luftverunreinigung zu nennen. Hinzu kommen noch herstellerseitige Einflüsse, z.B. Art und Qualität des verwendeten AusgangsKunststoffes und der zugegebenen UV-Stabilisatoren, Druck, Temperatur und Spritzgeschwindigkeit bei der Formgebung von Helmschalen. Lagerung: Achten Sie auf eine trockene und lichtgeschützte Aufbewahrung (Raumtemperatur). Kopfschutz beschreibt im Allgemeinen den Schutz des Schädels vor Verletzungen durch aufschlagende Gegenstände, wobei der Gesichtsschutz normalerweise ausgeklammert ist. Industrieschutzhelme sind Kopfbedeckungen aus widerstandsfähigem Material, die den Kopf vor allem gegen herabfallende Gegenstände, pendelnde Lasten und Anstoßen an feststehende Gegenständen schützen sollen. Industrie-Anstoßkappen sind Kopfbedeckungen, die den Kopf vor Verletzungen schützen sollen, die durch einen Stoß mit dem Kopf gegen harte, feststehende Gegenstände verursacht werden. Der Einsatz von Anstoßkappen findet z.B. an Montagebändern, im KFZ-Gewerbe oder auch im Innenausbau von Häusern statt. Des Weiteren werden Anstoßkappen von Gabelstaplerfahrern, Lagerarbeitern oder Flughafenarbeitern getragen. Ausdrücklich ist der Einsatz von Industrie-Anstoßkappen nur dann zulässig, wenn sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass das Auftreten von herabfallenden, wegfliegenden Lasten/Gegenständen etc. ausgeschlossen ist. Bedeutung der EN-Kennzeichnungen / Normen: Die Nutzungsdauer hängt vom Helmmaterial und den Einsatzbedingungen ab. Wichtig! Nach einer starken Beaufschlagung darf der Schutzhelm nicht weiter benutzt werden.

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